Die Wildnis Afrikas wird zerstört. Retten wir gemeinsam das Weltnaturerbe. #SaveSelous

  • by: WWF Deutschland
  • target: Präsident Magufuli, Politik Tansanias, Politik Deutschland, Unternehmen und Investoren

Die Wildnis Afrikas wird zerstört. Retten wir gemeinsam das Weltnaturerbe. #SaveSelous

Dichter Wald mit über 1000 Jahre alten Bäumen, Gras- und Sumpflandschaften, eine von Menschen unberührte Wildnis, ein Paradies für Tiere. Selous, größer als die Schweiz und im Süden Tansanias gelegen, ist seit 1982 ein UNESCO Weltnaturerbe. Elefanten, Giraffen, Löwen, Leoparden, Flusspferde, Spitzmaulnashörner und viele andere Arten haben hier ihre Heimat. Doch die Idylle wird gerade zerstört.

Durch Wilderei wurden in den letzten vier Jahren 66 Prozent aller Elefanten getötet. Damit nicht genug: Mitten im Schutzgebiet will die Industrie mit Bohrtürmen, Uranminen und einem riesigen Staudamm die Natur zerstören. Der Verlust von Selous wäre unersetzlich. Darum haben wir vom WWF einen weltweiten Rettungsplan gestartet. Dafür brauchen wir eure Unterstützung, gemeinsam können wir Selous retten. Unterschreibt jetzt die Petition:

"Stoppen Sie die Zerstörung von Selous! Die Wilderei muss beendet werden und es darf keine Industrie, wie Bergbau oder Staudämme, im Weltnaturerbe geben."

Wir vom WWF rufen weltweit dazu auf, die Petition zu unterschreiben und für den Schutz des einmaligen Naturparadieses zu protestieren. Es ist Aufgabe der gesamten Weltbevölkerung das Weltnaturerbe, vor seiner unwiederbringlichen Zerstörung zu bewahren.

Die Petition richtet sich an alle Verantwortlichen, die das Schicksal von Selous beeinflussen können: An die Politik von Tansania und Deutschland, aber auch internationale Organisationen. Genauso wie an Unternehmen und Investoren.

Um die Zerstörung von Selous zu verhindern, brauchen wir euch. Unterschreibt unsere Petition. Zeigt der Welt, dass Selous nicht vergessen ist und viele Menschen weltweit das Schutzgebiet retten wollen. Gemeinsam haben wir die Kraft, etwas zu bewegen!

HINTERGRUND ZU SELOUS

Selous ist seit 1982 UNESCO-Weltnaturerbe - eine “einzigartige Naturlandschaft, deren Untergang ein unersetzlicher Verlust für die gesamte Menschheit wäre. Sie zu schützen liegt nicht allein in der Verantwortung eines einzelnen Staates, sondern ist Aufgabe der Völkergemeinschaft.” (UNESCO).

Das Schutzgebiet ist größer als die Schweiz und beheimatet einen enormen Artenreichtum. Leoparden, Nashörner, Giraffen, Büffel, Flusspferde, Antilopen, Zebras und viele mehr sind in dem über 50.000 Quadratkilometer großen Gebiet zuhause. Früher einmal Heimat von großen Elefantenherden, sind diese in den letzten Jahren stark geschrumpft. Im Selous gibt es ca. 3.700 Löwen - die größte Population Afrikas. Auch der sehr selten gewordene Afrikanische Wildhund ist hier noch zahlreich anzutreffen: ca. 12 Prozent der verbliebenen Tiere leben hier.

Die UN zählt Selous zu den 25 artenreichsten Gebieten der Welt.

Die Bedrohungen von Selous
Doch Selous ist massiv bedroht. Die UNESCO stuft es seit 2014 als außerordentlich bedroht ein. Gründe dafür sind die massive Elfenbein-Wilderei, Konzessionen zum Abbau der vorkommenden Rohstoffe sowie der geplante Bau eines Staudamms in der Stiegler Schlucht, welcher 1.100 Quadratkilometer des Gebiets fluten würde.

Wilderei: In nur vier Jahren, zwischen 2009 und 2014 haben Wilderer den Elefantenbestand um 66 Prozent reduziert. 2013 gab es nur noch knapp über 13.000 Tiere im Schutzgebiet. Vor 40 Jahren lebten im Selous-Mikumi Ökosystem noch etwa 110.000 Elefanten. Doch ein einzelner Stoßzahn erzielt auf dem Schwarzmarkt Summen von bis zu 10.000 US Dollar. Ein lukratives Geschäft für die weltweit organisierte Mafia, die das Elfenbein von Tansania nach Asien schmuggelt.

Bergbau: Bereits 54 Erkundungskonzessionen - vorwiegend für Uran-Bergbau - hat die tansanische Regierung in den letzten Jahren allein innerhalb des Schutzgebietes Selous genehmigt, 14 weitere befinden sich in der Antragsphase. Insbesondere die Konzession Kilosa – Kilombero zur Erkundung von Öl/Gas-Vorkommen wurde bereits intensiv mit Bohrungen und mit erheblichen Folgen für die Natur untersucht.

Staudamm: Die Realisierung in der „Stiegler’s Gorge“-Schlucht würde die Flutung eines Gebiets so groß wie Hongkong (1.100 Quadratkilometer) mit sich bringen. Der Stausee würde nicht nur wichtigen Lebensraum für die Wildtiere zerstören, sondern auch wichtige Wanderrouten und zusammenhängende Elefantenpopulationen trennen. Ein unmittelbarer Nebeneffekt: Die dafür benötige Infrastruktur wie etwa Straßen, Stromtrassen, Kraftwerke und Arbeitersiedlungen brauchen weitere Flächen und erleichtern es den Wilderern in die Gebiete einzudringen und ihren kriminellen Tätigkeiten unbemerkt nachzugehen.

Kurzfristig hohe Gewinne für einzelne Firmen: Dafür würde aber die endgültige Zerstörung wertvoller Lebensräume für Natur und Tiere sowie durch radioaktiven Müll verschmutzte Wasserstellen und Landschaften in Kauf genommen. Die Erträge, die durch diese Projekte erwirtschaftet werden, werden kaum der Region zugutekommen. Die überwiegend ausländischen und internationalen Firmen bauen Rohstoffe fast ausschließlich für den internationalen Handel ab, der größte Teil der Wertschöpfung und der Gewinne fließt ins Ausland.

Schutzgebiet ohne Tier = keine Touristen: Der Tourismus hat sich in Tansania zu einem bedeutenden und stabilen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Laut einer Weltbank-Studie könnte der Tourismus bis zum Jahr 2025 ein Viertel des gesamten Staatseinkommens Tansanias ausmachen und sich zur wichtigsten Einnahmequelle entwickeln. Schon jetzt erwirtschaftet der Selous mehr als sechs Millionen US-Dollar jährlich, die ein wichtiger Beitrag für die ländliche Entwicklung und die lokale Bevölkerung sein können. Aber: Kein Tourist will ein Wildreservat ohne Tiere sehen.

Unser Rettungsplan für Selous
Wir vom WWF haben einen weltweiten Rettungsplan gestartet und kämpfen an allen Fronten für Selous. Wir werden unsere Naturschutzarbeit in der ganzen Selous-Region schnell ausbauen und unsere Arbeit mit den Menschen vor Ort intensivieren. Wir werden das mafiöse Wilderei-Kartell stoppen und gegen Unternehmen protestieren, die den Park schädigen. Und wir werden den politischen Druck in Tansania, aber auch in Deutschland und auf der internationalen Ebene erhöhen, damit die richtigen politischen Entscheidungen getroffen werden.

Doch alleine werden wir das Weltnaturerbe nicht retten können. Wir brauchen eure Unterstützung. Überall auf der Welt brauchen wir Menschen, die für die Rettung von Selous aktiv werden. Wenn sich genügend Menschen engagieren und ihre Stimme erheben, können wir den Druck auf die Verantwortlichen soweit erhöhen, dass sie handeln müssen. 

Zeigt ihnen, wie wichtig das Schutzgebiet ist, unterschreibt die Petition! Gemeinsam haben wir die Chance, Selous und seine Tierarten zu schützen!

DAS KÖNNT IHR ZUSÄTZLICH MACHEN

Für uns ist jede weitere Stimme für unsere Petition und Selous wichtig. Darum möchten wir euch, bitten jetzt unsere Petition zu unterschreiben!

Aber ihr könnt noch mehr tun um Selous zu schützen!

Verbreitet die Petition und die Geschichte von Selous
Selous ist trotz seiner Bedeutung nahezu unbekannt. Doch es ist wichtig, dass so viele Menschen wie möglich von Selous Schicksal erfahren. Sprecht mit euren Familie und euren Freunden darüber und weist sie auf die Petition hin.

Helft uns mit einer Spende
Unsere Arbeit für Selous und vor Ort in Tansania kostet viel Zeit, Kraft und Geld. Wir arbeiten daran, die Tiere von Selous langfristig vor der Wilderei und Industrie zu schützen. Dafür lassen wir Gemeinde-Wildhüter in der Region ausbilden und statten sie mit guter Ausrüstung aus. Um diese Arbeit zu leisten, sind wir auf Spenden angewiesen. Schon mit 5 Euro könnt ihr uns helfen.

Spendet jetzt: www.wwf.de/spenden-helfen/fuer-ein-projekt-spenden/selous

Danke für euren Einsatz!
Viele Grüße das WWF-Team
action@wwf.de
Tel.: 030 311 777-700

UNSERE FORDERUNGEN FÜR SELOUS IM DETAIL


Langfassung Petitionstext


Retten wir gemeinsam das Weltnaturerbe!
Damit das Weltnaturerbe Selous gerettet wird, fordert der WWF Deutschland:


Die industrielle Nutzung des Selous wird gestoppt.



  • Die vorhandenen Konzessionen für die Erkundung von Erdöl, Erdgas, Uran und anderen Rohstoffen werden nicht verlängert oder neu vergeben. Es werden keine Konzessionen für Förderrechte im Selous ausgestellt.

  • Die Entwicklung von Bauplänen für Staudämme im Selous wird gestoppt.

  • Die Arusha-Deklaration für den gesetzlichen Schutz des Selous tritt wieder in Kraft. Damit wird jegliche industrielle Nutzung des Schutzgebietes in Zukunft untersagt.


Die Wilderei im Selous wird gestoppt.



  • Die Ranger bekommen bessere Ausrüstung mit Nachtsichtgeräten, Funkgeräten und GPS-Geräten und werden besser ausgebildet.

  • Die Sicherung von Beweisen am Tatort von Wilderei wird verbessert, die Strafverfolgung verschärft und die Gesetze konsequent angewendet.

  • Die Einkünfte aus der Verwaltung des Selous müssen entsprechend den gesetzlichen Vorgaben anteilig der lokalen Bevölkerung zugutekommen.


Brief an den Präsidenten von Tansania


Sehr geehrter Präsident Magufuli,


Ich bitte Sie, den Schutz des Selous als Teil des Vermächtnisses Ihrer Amtszeit sicherzustellen. Für Tansania und für die ganze Welt.


Volkswirtschaftlicher Nutzen
Obwohl der Tourismus im Selous Einnahmen generiert, sind 75% des Gebiets durch industrielle Aktivitäten akut bedroht. Solche Maßnahmen gefährden die Umwelt und schaffen nur wenige langfristige Arbeitsplätze für die dort lebende Bevölkerung.Priorisiert werden sollten nachhaltige Entwicklungsansätze, die unmittelbare Vorteile für die Gemeinden in der Region schaffen ohne die Natur als langfristige Einnahmequelle zu gefährden.


Seltene Wildtiere
Seit seiner Ernennung zum Weltnaturerbe hat Selous 90% seiner Elefanten und nahezu alle der vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner an die Wilderei verloren. Mit der Erschließung des Gebiets durch industrielle Projekte wurde es Wilderern erleichtert in den Selous einzudringen und illegalen Elfenbeinhandel zu betreiben. Im Zuge des Kampfes gegen Wildtierkriminalität sollte ein Zero-Poaching Ansatz implementiert werden.


Lebensunterhalt einer Region
Die Schäden, die dem Selous und den dort lebenden Wildtieren angetan werden, führen schon jetzt zum Rückgang der Besucherzahlen und Arbeitsplatzverlusten im Tourismus. Kriminelle Syndikate dezimieren Elefantenherden und stellen eine Bedrohung für die Wildtierhüter dar, die an vorderster Front für deren Sicherheit einstehen. In ganz Afrika bitten Wildtierhüter um bessere Ausbildung und adäquate Ausstattung um dieser unkontrollierten Wilderei vorzubeugen.


Die Natur
Seit 2014 stuft die UNESCO das Selous Game Reserve als außerordentlich bedroht ein. Bedroht ist es von Wilderei in industriellen Ausmaß und anderen schädlichen Aktivitäten, die gestoppt werden müssen. Tansania und die gesamte internationale Gesellschaft sollten gemeinsam für den Schutz der Natur im Selous, sowie den nachhaltigen sozialen und ökonomischen Nutzen den sie bietet einstehen.


Herzliche Grüße, 
ein Held des Selous

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