Rettet die Katzen aus dem Tierheim Hoyerswerda!!!!!!!!!!!!!Und

  • by: Polly Tox
  • recipient: Arbeitsamt Hoyerswerda

  Die Vorsitzende des Vereins "Katzenhilfe Hoyerswerda", Christina Koch, hat Alarm ausgelöst. Grund ist die drohende Schließung des Tierheims im Industriegebiet. Dann müssten die 400 dort untergebrachten Katzen eingeschläfert werden.


Katzenmutti Christina Koch hält den Bescheid des Bautzener Jobcenters in der Hand und blickt in eine ungewisse Zukunft. Foto: Frank Ellmers/fll1Foto: Frank Ellmers/fll1

Grund für die große Aufregung ist ein Schreiben des Jobcenters Bautzen. Darin wird der "Katzenmutti" angekündigt, dass Anfang nächsten Jahres keine "Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung" mehr bewilligt würden. Im Klartext bedeutet das für Koch: Es gibt keine Ein-Eurojobber mehr für das Tierheim. Die muss sie aber dringend haben, weil sonst der Betrieb im Katzenheim nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Dazu gehören Füttern, Saubermachen oder Impfen der Tiere. Derzeit arbeiten drei Schichtleiterinnen im Heim, wovon eine beim Verein angestellt ist und die anderen beiden Minijobberinnen sind, also auf 400-Eurobasis arbeiten. Hinzu kommen zwei ehrenamtliche Helfer und sechs Ein-Euro-Jobber. "Wenn das Schreiben des Jobcenters Wirklichkeit wird, muss das Katzenheim über lang oder kurz schließen", lautet die düstere Prognose von Koch.


Was die resolute Frau, die erst im März für ihr langjähriges Engagement für die Katzen mit der Martha-Plastik der Stadt Hoyerswerda ausgezeichnet wurde, am meisten auf die Palme bringt, ist die Feststellung des Jobcenters, dass der Verein Katzenhilfe selbst eine langfristige Lösung suchen müsse. Außerdem rät das Jobcenter in seinem Schreiben, das der RUNDSCHAU vorliegt, den Aktiven um Koch, für eine drastische Reduzierung des Tierbestandes zu sorgen. "Das ist für mich der größte Hohn", empört sich Koch. Das Tierheim mit rund 400 Katzen sei das Einzige in Hoyerswerda. "Und wo sollen die Tiere denn sonst hin?", stellt sie fest. Angesichts der diesjährigen Katzenplage in Hoyerswerda, die unter anderem damit begründet wird, dass die Besitzer ihre Tiere nicht sterilisieren lassen, braucht sich das Tierheim keine Sorgen um einen Leerstand zu machen. Leute bringen verletzte Katzen oder legen sie einfach in einem Karton vor dem Gebäude im Industriegebiet ab.


"Wenn wir schließen müssten, hole ich eine Tierärztin, einen zuständigen Veterinär vom Landratsamt und dann werden alle 400 Katzen eingeschläfert", lautet die unmissverständliche Drohung von Koch. Was sie am meisten traurig mache, ist die Erkenntnis, dass der Verein Katzenhilfe in all den Jahren immer gute Arbeit gemacht habe. Geld gibt es zwar von der Stadt Hoyerswerda, aber das reicht bei Weitem nicht. Es bestehe eine gesetzliche Pflicht für Städte und Gemeinden, für Fundtiere aufzukommen, betont die Katzenmutti. Dafür gibt es pro Jahr rund 12 000 Euro. Dem stehen allerdings Betriebskosten in Höhe von 160 000 Euro für Strom, Futter oder Medizin gegenüber. Außerdem bekommt jede gefundene Katze einen Chip, damit sie identifiziert werden kann. Die restlichen Gelder kommen über Spenden hauptsächlich aus Westdeutschland und dem Ausland, betont Koch. Die Leute kämen aus München, Regensburg, Stuttgart, Köln und Hamburg nach Hoyerswerda, um sich bei Koch und ihren Mitstreitern eine neue Katze auszusuchen, vor allem aber aus Dresden und Berlin" Einen guten Namen habe sich das Tierheim bundesweit übers Internet gemacht.


www.katzennot.de

Frank Ellmers

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